Waldecker Spielzeugmuseum

SpielZeugen erzählen aus längst vergangener Zeit

Das Museum

Das Waldecker Spielzeugmuseum ist ein ganz junges Museum, das aus einer Initiative im Rahmen der Teilnahme am Landeswettbewerb "Unser Dorf" durch Massenhäuser Bürger im Jahr 2001 gegründet wurde.

In der Dauerausstellung befinden sich mehrere Tausend Objekte aus der Zeit von 1830 bis 1970. Sie veranschaulichen mehr als 100 Jahre Spielzeuggeschichte in vielfältigen Facetten. 

Zeugen längst vergangener Lebenswelten

Der Besuch des Spielzeugmuseums ist gleichzeitig eine Zeitreise in die Welt der Erwachsenen mit zeitgenössischer Mode und dem Stand der Technik. Vergangene Lebenswelten werden in diesem Spielzeug wieder lebendig. 

Historisches Spielzeug besitzt einen hohen kulturgeschichtlichen Zeugniswert. In den Puppenmöbeln zum Beispiel spiegelt sich der zeitgenössische Wohngeschmack. Küchengegenstände in Miniatur zeugen von der Ausstattung früherer Haushalte. Technisches Spielzeug wie die Dampfmaschine spiegeln den jeweils neuesten Stand der Technik wider. Fahrzeuge wurden originalgetreu abgebildet. An der Produktpalette der Kaufmannsläden lassen sich das Warenangebot und die Konsumgewohnheiten der Menschen längst vergangener Tage ablesen. 

Spielzeug war nicht nur zum Spielen da

Das Spielzeug, das vorwiegend aus einfachen bürgerlichen Verhältnissen, aus bäuerlichen Familien und Arbeiterhaushalten stammt, deckt einen Zeitraum von gut 100 Jahren ab: die ältesten Stücke sind auf das letzte Drittel des 19. Jahrhundert datiert, die jüngsten reichen bis in die 1970er Jahre. 

Die Präsentation gliedert sich in die Themen Kindheit, Jungenspielzeug, Mädchenspielzeug, Spiele für alle, Spiele im Freien und bewegte Bilder. Ein Raum mit historischen Möbeln und Unterrichtsmaterialien widmet sich dem Thema Schule. 

Die thematische Gliederung von Spielzeug für Mädchen und für Jungen folgt dem noch bis in die 50er Jahre des 20. Jahrhunderts gültigen Ideal der geschlechtsspezifischen Erziehung. Danach sollten Mädchen spielerisch auf ihre spätere Rolle als Mutter und Hausfrau vorbereitet werden. Mit Puppen, Puppenstuben und Puppenküchen übten sie sich in der Säuglingspflege und den häuslichen Pflichten. 


Jungen dagegen sollten männliche Tugenden wie Tapferkeit und Mut erlangen und sich auf den späteren Beruf vorbereiten. Wer Ingenieur oder Konstrukteur werden wollte, spielte am besten mit Baukästen. Das technische Verständnis konnte im Spiel mit Dampfmaschinen und Fahrzeugen aller Art erlangt werden. 

Zahlreiche Gesellschaftsspiele, Bauernhöfe, Kaufmannsläden, Roller, Steckenpferde und Puppenwagen, um nur einige zu nennen, runden das Angebot ab. Besonderes Augenmerk gilt dabei den Spielen im Freien. Viele Sing- und Fangspiele sind den Kindern heute nicht mehr bekannt.  

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Museumswebsite gefördert durch:

Landesstelle für die nichtstaatlichen Mussen in Bayern
Bayerische Sparkassenstiftung