Waldecker Spielzeugmuseum

SpielZeugen erzählen aus längst vergangener Zeit

Wir über uns

Der Verein stellt sich vor

Die Initiative

Die Pläne für ein Spielzeugmuseum entstanden aus dem hessischen Landeswettbewerb „Unser Dorf – Kinder im Dorf“ im Jahr 2000. Von Massenhäuser Kindern ging damals die Initiative aus, eine Ausstellung mit historischem Spielzeug aus dem Dorf zu inszenieren. Der Sammlungsaufruf erbrachte eine Vielzahl an Objekten, so dass die Ausstellung in das Begleitprogramm der 700-Jahrfeier des Ortes aufgenommen wurde. Über den Kontakt zu Sammlern konnte der Bestand erheblich ausgeweitet werden. Räumlichkeiten für die angewachsene Sammlung fanden sich schließlich in der ehemaligen Schule in Massenhausen in der Briloner Straße 9. Seit dem Jahr 2000 wurde dort in den Monaten April bis Dezember mit großem Erfolg die Ausstellung „SpielZeugen eines Jahrhunderts“, unter dem Einsatz vieler ehrenamtlicher Helfer, präsentiert.

 

Der Verein

Aufgrund durchweg positiver Resonanz der Ausstellungsbesucher, offenem Gehör bei den örtlichen politischen Gremien und wachsendem Feuereifer der Aktiven im Ausstellungsbetrieb reifte der Gedanke, dauerhaft die Ausstellung „SpielZeugen eines Jahrhunderts“ in den Ort zu integrieren.  Um die Pläne zur Gründung eines Museums forcieren zu können, wurde im November 2001 der Museums- und Heimatverein Massenhausen e. V. gegründet, dessen Zusammensetzung weit über Massenhausen hinaus reicht. Inzwischen ist der Verein von 36 Gründungsmitgliedern auf mehr als 120 Vereinsmitglieder angewachsen. Viele Mitglieder beteiligen sich aktiv an den Aufgaben und Arbeiten im laufenden Betrieb. Der Verein verfolgte seit Gründung zielgerichtet und mit großem Elan den Aufbau des Waldecker Spielzeugmuseums. Dazu gehörten die Organisation und Betreuung der provisorischen Ausstellung der Sammlung in der ehemaligen Schule und die Erstellung und fortlaufende Führung von Bestandslisten zu den neu hinzukommenden Sammlungsobjekten. Auch die Gewährleistung der Aufsicht während der Öffnungszeiten und Sonderöffnungszeiten für Gruppen nach telefonischer Anmeldung und das Angebot von Führungen durch die Sammlung von kompetenten Spielzeugsammlern aus dem Verein gehören dazu. Wechselnde Sonderausstellungen wurden initiiert und lockten immer wieder neue Besucher an. 

 

Mitgliederversammlung

Förderung

Förderung

Dem Verein, der allein durch Laienengagement Museumsausstattung und –betrieb in Bewegung halten konnte, war es wichtig professionelle Hilfe hinzuzuziehen. Erste Kontakte zum Hessischen Museumsverband wurden geknüpft. Bereits beim ersten Besuch durch die Museumsberatung Hessen Nord, wurden die Signale zur Bereitschaft bei der praktischen und finanziellen Unterstützung des Vereins auf grün gestellt. Somit ist der Verein dem Hessischen Museumsverband beigetreten. Damit verbunden waren kontinuierliche kompetente Beratungsbesuche, die Einleitung einer Studie zur Machbarkeit eines Spielzeugmuseums in der Region bei vorhandenen Ressourcen sowie die Zusicherung finanzieller Unterstützung. Die Voraussetzungen, die der Hessische Museumsverband an den Verein stellte, um als förderfähig zu gelten, wurden sorgsam geschaffen. Angefangen bei der Machbarkeitsstudie aus dem Jahr 2002, weiter über die Erstellung eines Grobkonzepts, der Inventarisierung aller Exponate bis hin zur Schaffung eines angemessenen Verhältnisses des Museumseigentums zu den Leihgaben wurde der Auftrag des Museumsverbandes vom Verein erfüllt.

Landesprogramm Dorferneuerung

Durch die Aufnahme des Stadtteils Massenhausen in das Förderprogramm Dorferneuerung konnte die Frage zur Unterbringung des Museums in geeignete Räume geklärt werden. Ein leer stehendes Gebäude, das unter Denkmalschutz in zentraler Lage des Ortes steht, wurde als Förderschwerpunkt in der Dorferneuerung vom Land Hessen gestützt. Umfangreiche Sanierungsmaßnahmen machten eine sinnvolle Nutzung des heruntergekommenen Gebäudes für kommunale, kirchliche und museale Zwecke realisierbar. Etwa 1,2 Millionen Sanierungskosten, zu 75 % durch das Förderprogramm Dorferneuerung gedeckt, ergaben ein Paradebeispiel für das Entgegenwirken vor dem gefürchteten Ausbluten ländlicher Wohngebiete. Nach etwa zweijähriger Bauzeit war das Projekt, durch Eigenleistung auf etwa 900.000 € Gesamtkosten reduziert, fertiggestellt. Die Inneneinrichtung des Museums, auf etwa 300 Quadratmetern zur Verfügung stehender Fläche, konnte durch den Museums- und Heimatverein Massenhausen begonnen werden. 

Die Planung und Gestaltung der Museumseinrichtung ist mit großem Engagement und in enger Zusammenarbeit hervorragend gelungen.
Der Dank richtet sich an
die Wissenschaftlerin Dr. Martina Lüdicke, Göttingen,
den Architekten Volker Umlauff, Kassel, 
und den Grafiker und Gestalter Hans-Jürgen Grigoleit, Kassel. 

Ansprache zur Fertigstellung des Waldecker Spielzeugmuseums

Finanzierung der Inneneinrichtung

Auf Beschluss des Museums- und Heimatvereins Massenhausen, unter Mitwirkung der Museumsberatung Hessen Nord, ist die Finanzierung der Inneneinrichtung zunächst auf drei Jahre (2006 bis 2009) bei einem Gesamtvolumen von 100.000 Euro verankert worden. Das betrifft die sächliche Ausstattung und die Finanzierung der Planer und Gestalter, sowie die Entwicklung des Feinkonzeptes. Eine 50%ige Förderung durch den Museumsverband ist in den einzelnen Bauabschnitten zugesichert worden. Zwei Drittel der Ausstellungsräume wurden bereits bis 2008 fertig gestellt. Weil der Verein die Gegenfinanzierung von 50.000 Euro in dem kurzen Zeitraum, allein über Spenden und Veranstaltungserlösen, kaum stemmen konnte, wurde das letzte Drittel der Bauabschnitte auf die Jahre 2009 bis 2011 verlegt. 

Am 11. Dezember 2011 wurde mit reichlich Gästen im Hof Meier die Fertigstellung des Waldecker Spielzeugmuseum im Zuge der alljährlichen "Museumsweihnacht" gebührend gefeiert. Von der nackten Idee, historisches Spielzeug im Zuge einer Dorfveranstaltung auszustellen, bis zur Realisierung eines professionellen Museums, das „Waldecker Spielzeugmuseum“, hat es insgesamt weniger als zehn Jahre gedauert. Eine Aussage, die kaum weiter kommentiert werden muss.

Ein ganz besonderen Dank soll an dieser Stelle an den Hessischen Museumsverband  gerichtet werden. Ohne die Förderung hätte das Projekt nicht realisiert werden können. Die Museumsberatung Hessen Nord, vertreten durch Dr. Ulrike Adamek, hat vorzügliche Arbeit geleistet und der enge Kontakt wird immer in angenehmer Erinnerung bleiben.

 

 

Die folgende Bildergalerie zeigt Eindrücke vom ehemaligen Museumsstandort und vom Umzug in den Hof Meier.

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